Ankerpunkt

Biografie
 

seit 1969

fotografiert mit einer eigenen Kamera

1988

beendet das Mathematikstudium mit dem Diplom
an der Universität zu Köln

seit 1989

arbeitet freiberuflich als Dozentin für
Mathematik, EDV und Fotografie

seit 2016

ist Mitglied im Bundesverband Bildender Künstler, Köln e. V.

2017

beendet das Kunststudium mit dem Bachelor of Fine Arts (B.F.A.),
Fachbereich: Fotografie / Medien
an der Hochschule der bildenden Künste (HBK), Essen

 

lebt und arbeitet in Köln

 

 



Kunst ist ein Gedanke, der eine Spur in der Welt hinterlässt.


Begonnen habe ich mit der Fotografie Ende der 1970er Jahre, zunächst mit analogem SW-Filmmaterial, das ich später auch selbst vergrößert habe, später kam der Farbfilm hinzu. Seit mehr als 10 Jahren sind meine Fotografien digital. Ich bin ein Optimist und daher ist meine Welt farbig und eher geordnet und aufgereiht. Als ausgebildete Mathematikerin durchstreife ich für solche Motive Städte und die Natur. Auch für Detailfotografie kann ich mich immer wieder begeistern.

Seit meiner Jugend faszinieren mich die Grafiken des niederländischen Künstlers Maurits Cornelis Escher. Seine unmöglichen Figuren, wie den Wasserfall, oder die geometrischen Verwandlungen, wie die Metamorphosen I bis III, kann ich stundenlang betrachten. In der Fotografie sind es die Fotografen, die mit der Kamera Aufnahmen mit ungewöhnlichen Effekten erzeugen, wie Otto Steinert und Laszlo Moholy-Nagy. Die Fotogramme des Letzteren aus der Zeit der „Konkreten Fotografie“ wecken immer wieder mein Interesse. Auch Langzeit- und Mehrfachbelichtungen sowie die Fotokollagen der 20er und 30er Jahre des 20. Jahrhunderts gefallen mir.

In der zeitgenössischen Kunst inspirieren mich Künstler wie Gerhard Richter, von ihm speziell seine Werkgruppe „Strips“, aber auch die Fotokünstler der aktuellen „Konkreten Fotografie“ wie Christiane Feser, die ich 2016 in Bottrop erlebt habe.

Aktuell beschäftige ich mich mit irrealen Strukturen und Räumen, die ich aus meinen Fotos entstehen lasse. Dazu vervielfältige ich Ausschnitte aus meinen Fotos und collagiere sie zu neuen Bildern. Diese computergenerierten Kollagen bildeten in der ersten Serie flächige Muster und Ornamente. In meiner aktuellen Serie setze ich meinen Schwerpunkt auf neue Räume, die so nicht existieren.

In einer anderen Serie, Obstgarten, versuche ich eine Frucht allein durch ihr Farbspektrum zu charakterisieren. Letztendlich kann die Frucht aber nur durch ihren Titel identifiziert werden. Eine ähnliche Vorgehensweise verwende ich bei der Serie Landschaft. Diese beiden Serien lassen sich eindeutig der Abstrakten Fotografie zuordnen.

Ich hatte schon immer das Bedürfnis mit meinen Fotos noch etwas mehr zu machen und mich nicht nur auf die reine Abbildung zu beschränken. Meine mathematische Ausbildung und mein logisches Denken spielen in meinen Arbeiten eine große Rolle.

Elke Boll